Die Weibchen / Oh Happy Day / Engel, die ihre Flügel verbrennen

ASM 041

im Vertrieb von / distributed by:
Indigo

CD 11868-2 (Do-CD)

Peter Thomas Sound Orchester

Die Weibchen / Oh Happy Day / Engel, die ihre Flügel verbrennen

Music for 3 films by Zbynek Brynych (1970)

München, im Sommer 1969. In einer Schwabinger Szenekneipe macht Fernsehproduzent Helmut Ringelmann die Bekanntschaft des tschechischen Regisseurs Zbynek Brynych. Der Produzent nimmt ihn unter Vertrag; die Probe aufs Exempel stellt eine Episode von DER KOMMISSAR dar. Für die Musik wird Brynych der Ausnahmekomponist Peter Thomas empfohlen. Es gelingt ein perfekter Einstand. Peter Thomas und Zbynek Brynych liegen auf einer Wellenlänge.

Ist OH HAPPY DAY noch eine zeitgenössische Coming-of-Age-Geschichte, so vermengt ENGEL, DIE IHRE FLÜGEL VERBRENNEN Elemente des Kriminalfilmes mit einem wüsten Jugenddrama aus Sex, Schuld und Sühne. Bei DIE WEIBCHEN inszeniert Brynych dann eine grotesk-fiktionalisierte Überspitzung der Emanzipation. Alle drei Filme floppen an der Kinokasse. Das Publikum ist nicht reif für Brynychs grelle Traumvisionen, wirbelnde Kameraperspektiven und chaotische Dialogsequenzen.

Peter Thomas schreibt jedem der drei Filme seinen eigenen, unverwechselbaren Score. Für OH HAPPY DAY offeriert er Themen vom dramatischen Soloklavier über haschischgeschwängerte Soulnummern bis zu harten Grooves; bei ENGEL, DIE IHRE FLÜGEL VERBRENNEN arbeitet der Komponist hinge-gen leitmotivisch: sämtliche Erotikszenen werden z. B. durch das orgiastische Modern Sex begleitet.

Der actionreiche, poppige Score zu DIE WEIBCHEN erlebt hier seine Tonträgerpremiere!

Abgesehen von einer Single, die zum Kinostart erschien, und einigen Sequenzen auf Library-LPs, wurden Musiktitel aus ENGEL, DIE IHRE FLÜGEL VERBRENNEN ebenso wie aus OH HAPPY DAY erst im Zuge des Easy Listening-Revivals der 90er Jahre bekannt. Diese Veröffentlichung präsentiert die beiden Soundtracks erstmals im filmspezifischen Kontext und zum Teil in beträchtlich erweiterter Form.

Die vorliegende Doppel-CD beinhaltet alle drei Soundtracks mit insgesamt 59 Titeln, davon über die Hälfte bisher unveröffentlicht, sowie zwei Adaptionen der Mufuti Twins aus dem Jahr 2007. Im Booklet finden sich umfangreiche Liner Notes von Christopher Klaese in Deutsch und Englisch sowie zahlreiche Farbfotos aus den drei Filmen.

Einmal mehr wird nun hörbar, warum man Peter Thomas als den ‚Hexer der Filmmusik‘ bezeichnet – warum das deutsche Kino einen Mann wie ihn nötig hat, warum er schlicht zu den kreativsten Soundtrackkomponisten seiner Zeit gehört!



BEISPIELE / SAMPLES

  1. Play Titelmusik (Die Weibchen) 02:04
  2. Play Die Weibchen 01:51
  3. Play Flucht vor den Weibchen 01:35
  4. Play Adam 01:45
  5. Play Damenwahl 01:07
  6. Play Liebling, weißt, Du was mich quaelt 01:17
  7. Play Angels Who Burn Their Wings 03:01
  8. Play Modern Sex 02:21
  9. Play Motorama 02:33
  10. Play Panki 02:01
  11. Play Traum im Traum 02:25


PRESSE / PRESS

Hörerlebnis #95 [22.03.16] : "Peter Thomas ... zaubert hier mit allen musikalischen Effekten, die Anfang der Siebzigerjahre möglich waren. Eine smarte Mischung aus Easy Listening, Rock Sounds und einem entspannten Ambient-Sound zeigt die ganze Bandbreite von Peter Thomas' musikalischen Möglichkeiten."

Südwest Presse [10.01.16]: "Go-Go-Groove, lässige Loungeklänge und psychedelischer Pop, Ballaballa-Beat und schräger Swing."

Der Tagesspiegel [30.11.15]: "Bei diesem wilden, rhythmisch stark akzentuierten Ritt durch die Musikgeschichte kommen ein Walzer genauso vor wie Bubblegumpop, Souljazz, Drehorgelmelodien, Sci-Fi-Frauenchöre oder Hendrix-Anleihen."

Deutschlandradio Kultur [01.12.15]: "Gerade sind diese drei Soundtracks zum ersten Mal erschienen. Das ist eine ganz große Rarität, ganz viele Filmfreunde jubeln über diese Entdeckung."

Neue Züricher Zeitung [11.12.15]: "Das war die Zeit von Beat, Minirock und surrealen Soundwolken aus Swinging Schwabing. Zum hypnotischen Bilderwirbel erotisch angehauchter Kunstfilme wie «O Happy Day», den Brynych als eine sarkastische Hommage an die sexuelle Revolution der späten sechziger Jahre fast wie ein Regisseur der Nouvelle Vague drehte, adaptierte Thomas delirierenden Krautrock und Beats mit Avantgarde-Touch."

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